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 Steuerliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge

Zum 1. Januar 2018 ist das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft getreten. Damit soll eine möglichst hohe Abdeckung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und damit ein höheres Versorgungsniveau durch zusätzliche Altersvorsorge erreicht werden. Nun hat das Bundesfinanzministerium in einem ersten Schreiben zur neuen steuerlichen Förderung der betrieblichen Altersversorgung Stellung genommen. In dem 51-seitigen Schreiben geht das BMF u.a. auf folgende Punkte ein:

• Lohnsteuerliche Behandlung von Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung, insbesondere Stellungnahme zum bAV-Förderbetrag,

• steuerliche Behandlung der Versorgungsleistungen,

• schädliche Auszahlung von gefördertem Altersvorsorgevermögen.

Zu den wichtigsten steuerlichen Änderungen aus Arbeitgebersicht gehören neben der Erhöhung des steuerfreien Höchstbetrages für die betriebliche Altersversorgung auch die Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis bei Gehaltsumwandlung sowie die Einführung eines steuerlichen Fördermodells speziell für Geringverdiener.
Steuerfreier Höchstbetrag für Beiträge des  Arbeitgebers Der steuerfreie Höchstbetrag für Beiträge des Arbeitgebers aus dem ersten Dienstverhältnis an eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung steigt von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze West in der allgemeinen Rentenversicherung auf 8 %. Damit beträgt 2018 der steuerfreie Höchstbetrag 6.240 €. Der bislang geltende zusätzliche Höchstbetrag von 1.800 € wird abgeschafft. Der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bleibt bei 4 %.
Bei einer Finanzierung der Beiträge über eine Gehaltsumwandlung muss der Arbeitgeber bei neuen Beitragszusagen ab Januar 2019 15 % des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an die Versorgungseinrichtung leisten. Durch diese Pauschalzahlung sollen so die beim Arbeitgeber ersparten Sozialversicherungsbeiträge den Mitarbeitern zugutekommen. Einführung eines steuerlichen Fördermodells spezifisch für Geringverdiener. Ab 2018 wurde im Einkommensteuergesetz ein neues steuerliches Fördermodell speziell für Geringverdiener („bAV-Förderbetrag“) eingeführt. Der bAV-Förderbetrag setzt ein erstes Dienstverhältnis voraus, bei dem die monatliche Einkommensgrenze bei brutto 2.200 € liegt. Damit kommt das Fördermodell nicht nur Geringverdienern sondern auch vielen Normalverdienern zu Gute. Gefördert werden Beiträge von mindestens 240 € bis höchstens 480 € im Kalenderjahr, die vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zur betrieblichen Altersversorgung an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder Direktversicherung erbracht werden. Der staatliche Zuschuss beträgt 30 % des gesamten zusätzlichen Arbeitgeberbeitrages, also mindestens 72 € bis höchstens 144 €, und wird dem Arbeitgeber im Wege der Verrechnung mit der von ihm abzuführenden Lohnsteuer gewährt. Beim Arbeitnehmer bleibt der zusätzliche Arbeitgeberbeitrag steuerfrei. In Fällen, in denen der Arbeitgeber bereits in Vorjahren einen zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung geleistet hat, ist der jeweilige bAV-Förderbetrag auf den Betrag beschränkt, den der Arbeitgeber über den bisherigen Beitrag hinaus leistet.

Quelle: BMF-Schreiben vom 6. Dezember 2017, IV C 5 S 2333/17/ 10002, www.bundesfinanzministerium.de
 

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