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Zuwegung zu einer Windenergieanlage

Bei einer Windkraft-GmbH & Co. KG qualifizierte das Finanzamt die Zuwegung als unbewegliches Wirtschaftsgut mit der Folge, dass auf die Zuwegung nur die lineare AfA Anwendung finden konnte. Hiergegen klagte die GmbH & Co. KG und begehrte, die Zuwegung als Betriebsvorrichtung zu qualifizieren.
Das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern wies die Klage ab. Das Finanzamt habe die Zuwegung zu Recht als unbewegliches Wirtschaftsgut qualifiziert. Für die Annahme einer Betriebsvorrichtung müsste die Zuwegung einen Bezug zum Betrieb der Windenergieanlage wie eine Maschine haben. Davon konnte laut Finanzgericht im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden. Auch dass die Zuwegung besonders tragfest gebaut wurde, könne zu keinem anderen Ergebnis führen. Schließlich könne eine Nutzung der Zuwegung durch Landwirte oder normalen Verkehr nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sah es das Finanzgericht im vorliegenden Fall als entscheidend an, dass der Weg innerhalb eines Eignungsraums für Windenergieanlagen lag. Dies habe zur Folge, dass der Weg auch nach einer eventuellen Beseitigung der Windenergieanlage nicht wertlos werde, da eine andere Anlage am gleichen Standort oder in der Nähe errichtet werden könne, für die die Wegeanlage nutzbar wäre. 

Quelle: FG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 8. Dezember 2016, 2 K 464/14

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